Über mich

Biografie

Johannes Farys, geboren 1981 in Homburg (Saar)/Deutschland, lebt und arbeitet in Klagenfurt am Wörthersee/Österreich.

Er wuchs in einem stark künstlerisch geprägten Umfeld auf. Die Mutter studierte Kunstgeschichte, der Vater arbeitet als Architekt. Sein Großvater, der Kunst- und Glasmaler Ferdinand Selgrad, war Gründungsschüler der Staatlichen Schule für Kunst und Handwerk in Saarbrücken und studierte an der École des Arts Appliqués à l’Industrie in Paris. Darüber hinaus stattete er sowohl Sakral- als auch Profanbauten mit mittlerweile zum Teil unter Denkmalschutz stehenden Werken aus. Durch diese Einflüsse interessiert sich Johannes Farys bereits seit seiner Kindheit für Kunst, im Speziellen für Malerei und Architektur.

Mit seiner Mutter und den Geschwistern zog er 1990 nach Klagenfurt am Wörthersee/Österreich und absolvierte von 2000 bis 2003 eine Lehre als Reprofotograf. Seit 2003 arbeitet er als Grafiker in diversen Werbeagenturen. Diese Tätigkeiten intensivierten unter anderem das Interesse an den bildenden Künsten und führten dazu, dass er sich seitdem tiefgreifender mit Malerei, digitaler Kunst, Druck, Fotografie und Neuen Medien beschäftigt. Er entwirft seine Arbeiten teilweise auf dem Computer und setzt sie mit Acrylfarben, Ölfarben, Markern und Sprühfarben auf Leinwand, Papier und Metall um. Seit Anfang 2019 liegt sein Hauptaugenmerk auf der Malerei. Johannes Farys wurde 2020 als ordentliches Mitglied des Kunstvereins Kärnten aufgenommen.

In den Werken geht es ihm um das Erzielen von Ausgewogenheit, Homogenität und Zeitlosigkeit. Genaues und exaktes Arbeiten stehen dabei im Zentrum. Davon zeugen die sorgfältig geplanten und ausgeführten Werke.

Werktext

Johannes Farys geht es in seinen Arbeiten hauptsächlich um die Darstellung des Schlichten, Konkreten und Zeitlosen. Die Werke sind meist grafische, wohlüberlegte Kompositionen, mit dem Ziel sowohl koloristisch als auch forminhaltlich Homogenität zu erzeugen. Durch bedachtes Abwiegen und Gestalten der Bildelemente entstehen Arbeiten, die in ihrer Ausführung Genauigkeit, Exaktheit und eine tiefe Einheit ausstrahlen. Das Œuvre lebt von der Spannung gezielt eingesetzter Gegenpole, die ein ausgewogenes Ganzes ergeben.

Seine Werke sind teilweise architektonisch aufgebaut und zeigen das Interesse des Kärntner Künstlers an Architektur, Konstruktion und Farbe sowie deren psychologische Wirkung auf den Betrachter. Mittels Linien sowie subtiler, fein nuancierter Farbverläufe lässt er auf dem flachen Medium optisch Tiefenraum entstehen. Ein wichtiges, immer wiederkehrendes Element ist dabei der Kreis, für Johannes Farys die vollkommenste aller Formen. Dieser wird dem Betrachter durch die Schattierungen mal als sich konvex hervorhebend, mal als konkav eingeschwungen suggeriert.

Somit stehen die Werke dem Konstruktivismus, Hard Edge, geometrischer, konkreter, optischer und auch kromatischer Kunst nahe. Seine Arbeiten lassen sich jedoch nicht endgültig einordnen. Sie oszillieren zwischen Spannung und Ruhe. Aus diesen scheinbaren Gegensätzen beziehen die Werke ihre Kraft und Faszination. Durch akribische Arbeit fügen sie sich zu einem stimmigen Ganzen.

Gruppenausstellung

2020
Schöne Künste – TART – Villach, Österreich
ORF-Museumszeit – Europahaus Klagenfurt – Klagenfurt am Wörthersee, Österreich

2019
Show it! – ARTBOX.GALLERY – Zürich, Schweiz